Dänisches Design und der Graf von Fünen

0 von - 14. Februar 2016 - Allgemein, Beton, Lieblinge, Reisen

Es ist schon fast eine kleine Tradition: die Bloggertour zur Formland-Messe in Herning, Dänemark. Zweimal im Jahr organisiert Amalie loves Denmark für uns einen Tag auf der Design-Messe, wo wir uns überwiegend bei skandinavischen Firmen über Neuigkeiten der Saison informieren dürfen. Abgesehen von den renommierten Interior-Labels wie Bloomingville, Broste Kopenhagen, Rice oder Ib Laursen bietet die Messe auch jungen kreativen Labels die Möglichkeit, sich dem Fachpublikum zu präsentieren. Auf der so genannten Nordic Buzz Fläche zeigen sich Jungunternehmer aus den Bereichen Design, Interieur und Möbel / Designhandwerk / Illustrationen und Kunst / Accessoires, Mode und Schmuck / Delikatessen. Zwei Label erhielten in diesem Jahr einen den Nordic Buzz Award für Best Design: Die Beiden Drei aus Hamburg und Piece of Denmark aus Aarhus.

Mein persönlicher Favorit war aber ein anderer: Die beiden sympathischen Cousins Rune Vigil Nielsen and Esben Christoffersen von Eberhart Furniture. Rune und Esben leben in Kopenhagen, fertigen ihre Tische aus Holz, Stahl und Beton aber auf der Insel Fünen. Ihre Arbeit trägt ihre Wurzeln, wie sie mir erzählten, in Jütland, wo sie in der Werkstatt ihres Großvaters den Umgang mit Materalien ebenso lernten wie das Gespür für dänisches Design.

Rune und Esben sammelten berufliche Erfahrung in erster Linie in den Bereichen Design und Architektur. 2014 gründeten sie dann ihr Label Eberhart Furniture. Eberhart ist übrigens ein imaginärer Verwandter der beiden: ein Graf, multidisziplinärer Wissenschaftler, Superhandwerker und Beschützer der Gesellschaft sowie der Natur. Ganz im Gegensatz zu Graf Eberhart leben die Lämmer, die ihr auf den Bildern seht, tatsächlich auf der Farm auf Fünen.

Der erste Entwurf der Cousins wurde vom skandinavischen Möbelhaus Paustian auf den Markt gebracht und wird noch immer über die Firma verkauft. Alle weiteren Entwürfe vermarkten die beiden mittlerweile über ihr eigenes Label. Mich faszinieren natürlich vor allem ihre Arbeiten aus Beton, die eine erstaunliche Filigranität aufweisen.

Bilder der Galerie mit freundlicher Genehmigung von Eberhart Furniture.

 

 

4 Kommentare

  • Claudia 14. Februar 2016 - 17:40 Wiederholen

    Die beiden gefielen mir auch sehr. Ich würde mir grundsätzlich auch wünschen, dass wir den neuen Designern auf all den Messen mehr Platz einräumen würden, denn es ist so faszinierend, was sie vorantreibt und was sie produzieren.
    Diese Betontischplatten gehen mir auch nicht mehr aus dem Kopf und ich glaube, sie würden sich gut in unserem Garten machen.
    Liebe grüße vom Deich
    Claudia

    • Urte Hermann 14. Februar 2016 - 17:45 Wiederholen

      Liebe Claudia,
      du hast Recht, am schönsten und interessantesten finde ich auch die Gespräche mit den jungen Kreativen.
      Was die Betontische für deinen Garten angeht: Man kann sowas ja auch selbst machen… Oder wir fahren nochmal nach Fünen!
      Liebe Grüße an den Deich

  • Amalie loves Denmark 15. Februar 2016 - 12:21 Wiederholen

    Hej liebe Urte,

    von den beiden Cousins war ich auch sehr beeindruckt, wobei ich (noch) nicht verstehen kann, wie man einen Job bei Bjarke Ingels Archtiekts aufgeben kann??? Doch das Ergebnis der beiden spricht für sich und ich freue mich, dass es Euch gefallen hat. Bei den beiden – und überhaupt!

    Bis zum nächsten Mal.

    Alles Liebe

    Amalie

    • Urte Hermann 15. Februar 2016 - 19:42 Wiederholen

      Liebe Amalie,
      dass er den Job aufgegeben hat, kann tatsächlich nur einen Grund haben: Leidenschaft! Und Mut. Irgendwie beneidenswert, finde ich…

      Liebe Grüße!

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