Das Gras auf der anderen Seite

0 von - 28. April 2014 - Allgemein, Hamburg & Zuhause

Es gibt Tage, da fällt es mir nicht so leicht, das ganze profane Leben wertzuschätzen. Der Job (der Job, der Job, der Job), das Haus, die Tiere, der Garten… Oft genug habe ich morgens keine Lust, aufzustehen und die Dinge anzugehen. Der Alltag nimmt sich so viel Zeit und so viel Energie.

Und dann frage ich mich manchmal, ob ich ihn überhaupt mag, diesen Alltag. Ob ich nicht viel lieber einen anderen hätte. In einem französischen Landhaus mit einem kleinen Restaurant, einer feinen Weinauswahl und jeder Menge liebreizender Gäste. Wahlweise einem Bed and Breakfast über den Klippen Cornwalls. Dort gibt es ein wunderbares Frühstück, beste Scones und ebenfalls liebreizende Gäste.

Heute ist aber nicht so ein Tag. Heute ist das hier, vor den Toren Hamburgs, mein Tag, und er ist gut so. Die Sonne scheint schon morgens beim Aufstehen, und während ich als ersten Gang des Tages auf meine Dachterrasse trete, denke ich mir: Wie schön ist das. Die Rosen klettern schon über das Geländer, der Flieder des Nachbarn blüht in Reichweite. Wir stehen auf, holen uns ein Frühstück beim Bäcker und fahren raus zu Freunden, die sich gerade ein Haus aus den Sechzigern renovieren.

Wir bekommen eine schwarze Johannisbeere mit, an deren Platz sie etwas anderes pflanzen möchten. Später steigt M aufs Rad und holt mir ein Spagetti-Eis. Und heute abend sitzen wir das erste Mal in diesem Jahr auf der Terrasse und machen eine Flasche Rotwein auf. Im nächsten Jahr koche ich das erste Mal Johannisbeersaft. Ist doch auch nicht schlecht.

 

2 Kommentare

  • Mel 14. Mai 2014 - 1:55 Wiederholen

    Hello Urte! I wish I spent more time learning German to understand but thought I’d say hello anyway:) Lovely flowers! Mel x (byw)

    • Urte Hermann 14. Mai 2014 - 12:27 Wiederholen

      Dear Mel, thank you so much! I think I should consider starting to write my posts in English, shouldn´t I?

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