Recycled Brooklyn

0 von - 5. März 2015 - Allgemein, Reisen

Vor fast genau einem Jahr haben wir die Hamburger Skiferien genutzt, um endlich mal nach New York zu fliegen. Nics Motto für ihr Fotoprojekt heißt in diesem Monat „Dem Alltag entfliehen“. Vielleicht hatte sie dabei eher Sonnenscheinbilder im Sinn, die helfen, dem blöden Winterwetter zu entfliehen – gestern hat es hier wieder geschneit. Geschneit hat es vor einem Jahr in New York auch, und es war noch so richtig kalt. Aber ein mentaler Spaziergang durch Brooklyn bringt mich vielleicht trotzdem für eine Weile weg von diesem Geschmuddel da draußen…

Wir hatten uns entschieden, in Brooklyn zu wohnen, da es dort weniger hektisch ist als in Manhattan, und ich finde, man erlebt ein bisschen mehr vom New Yorker Alltag mit, der eh sehr schwer zu fassen ist. Das Lefferts Manor Bed and Breakfast, untergebracht in einem typischen Brownstone, war unsere Homebase. Es liegt direkt am Prospekt Park und wir sind häufig von dort zu Fuß durch den Park Richtung Prospekt Heights losgegangen. Dort haben wir unser Lieblings-Frühstückscafé gefunden, die Milk Bar. Wir sind natürlich auch mal ganz typisch Pancakes frühstücken gegangen, aber Cappuccino und Avocadotoast haben uns am Ende glücklicher gemacht.

Von der Milk Bar aus haben wir uns auch mal in die Bahn gesetzt, um aus Brooklyn raus zu fahren, zum Beispiel nach Manhattan rüber oder nach Coney Island. Hier ist man plötzlich am offenen Meer, das hatte ich in New York jetzt erstmal nicht erwartet. Es tut sehr gut, nach so viel Urbanität ein bisschen Luft und Weite zu schnuppern. Der berühmte historische Freizeitpark, um dessentwegen wir eigentlich hingefahren waren, hat allerdings im März noch geschlossen.

Manchmal sind wir aber auch zu Fuß weitergelaufen. Etwa zum wunderbaren Brooklyn Flea Market, der im Winter in einer Halle (1000 Dean Street) untergebracht ist. Er ist draußen in der Sonne bestimmt noch charmanter, aber auch drinnen ist er unschlagbar. Leider konnte ich nicht wirklich viele Vintage-Schätze mit in den Flieger nehmen, aber M hat sich dort ein altes Brillengestell gekauft, in das er sich bei einem Optiker in der Nachbarschaft unseres Bed and Breakfasts direkt Gläser hat einbauen lassen. Augenärztliche Untersuchung inklusive.

Wenn man wirklich sehr weit laufen möchte, kann man sich von Prospekt Heights aus Richtung Wasser und Richtung DUMBO (Down Under the Manhattan Bridge Overpass) orientieren. Das Viertel zwischen der Manhattan Bridge und der Brooklyn Bridge bietet in erster Linie Lofts, Bars, Shops und Restaurants in alten Industriegebäuden und hat einen sehr urbanen Charme. Sein Blick auf Manhattan ist unschlagbar und wir haben uns von hier zu Fuß über die Brücke rübergemacht. Und wo es uns dort überall hingetrieben hat, ist noch einmal eine andere Geschichte für einen anderen verschmuddelten Tag….

 

 

4 Kommentare

  • nic {luzia pimpinella} 5. März 2015 - 18:38 Wiederholen

    wie schön, das du gleich bei #BIWYFI dabei bist und dann bringst du mich auch noch an meinen liebsten lieblingsort. in gedanken bin ich dann auch gleich wieder dort. im echten leben, muss ich noch bis zum übernächten herbst warten… hachz.

    liebe grüße
    nic

    • Urte Hermann 5. März 2015 - 19:28 Wiederholen

      Liebe Nic,
      wie schön, dass ich dich ein bisschen mitnehmen konnte!
      Liebe Grüße!

  • Nina / timbaru 5. März 2015 - 19:11 Wiederholen

    Hallo Urte,
    ein sehr schöner Beitrag. Der Fleamarket klingt toll. Und deine Fotos sind der Hammer.
    Liebe Grüße aus Bratislava, Nina

    • Urte Hermann 5. März 2015 - 19:31 Wiederholen

      Liebe Nina,
      vielen Dank! Zeig uns doch vielleicht mal einen Flohmarkt in Bratislava…
      Liebe Grüße!

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